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Wissenswertes aus der Versicherungswirtschaft



BEDEUTUNG DES BRANDSCHUTZES
09.01.2009


Die Brandgefahr stellt nach wie vor eine ernste Bedrohung für Unternehmen aller Branchen dar. Dieser Gefahr kann durch vorbeugende Maßnahmen wirksam begegnet werden. Sie erschöpfen sich nicht im Abschluss einer Feuer- und Betriebsunterbrechungs-Versicherung, durch welche wohl der finanzielle Schaden eines Brandes aufgewogen werden kann.

Schwerer wiegen oft die nicht ersetzbaren Verluste, seien es solche an Leben und Gesundheit, sei es die Einbuße von Marktanteilen oder die Abwanderung bewährter Mitarbeiter.

Schäden der letzten Zeit zeigen, dass dem betrieblichen Brandschutz die gebührende Aufmerksamkeit nicht immer geschenkt wird. Viele Unternehmer beschränken sich beim Brandschutz aus Kostengründen auf die behördlichen Mindestanforderungen. Das hat sich in einigen Fällen bitter gerächt. Vor allem aufgrund der heutigen Wettbewerbssituation, der nahezu vollständigen Ausschöpfung von Produktionskapazitäten, können durch Brände verursachte Betriebsausfälle von langer Dauer Firmen aus dem Markt werfen. Brandschutz ist daher wichtiger denn je und sollte Bestandteil des Risk Managements sein.

Auch im Verhalten der Versicherer hat sich einiges geändert. Der Wind hat sich gedreht und weht nun mit zunehmender Stärke von der anderen Seite. Im Zuge der laufenden Bestandsanalyse durch die Versicherer wird das Thema Brandschutz zum festen Bestandteil der Zeichnungspolitik der Risikoträger. So wird verstärkt auf die den Feuerpolicen zugrunde liegenden Brandschutzbestimmungen verwiesen. Dies sind sog. Obliegenheiten, welche vor Eintritt eines Schadenfalles zu erfüllen und im Schadenfall nachzuweisen sind.

Beim Aufbau eines Brandschutzkonzeptes müssen die Besonderheiten des Unternehmens berücksichtigt werden. Hier sollten vor allem die Schwachstellen analysiert werden. Diese ergeben sich aus dem Arbeitsplatz und aus den dort arbeitenden Menschen, aus der Umgebung des Arbeitsplatzes, aus den Fertigungsmethoden und dem zu verarbeitenden Verpackungsmaterial sowie aus dem Lagerbereich.

Die bedeutendste Schwachstelle im Betrieb ist nicht die Produktion, nicht die Lagerung und nicht der Transport, sondern allein der Mensch in Verbindung mit den erwähnten Faktoren. Deshalb ist wichtig, die Mitarbeiter am Arbeitsplatz darüber zu informieren, welche Folgen aus einer Brand- und auch Unfallgefahr entstehen können und wie man diese am besten vermeiden kann. Es gehört zur Einweisung am Arbeitsplatz nicht nur über das Vorhandensein und den Standort der Feuerlöschgeräte zu unterrichten, sondern auch über deren zweckmäßigen Einsatz. Durch Betriebsrundgänge und Kontrollen können Missstände festgestellt und sollten möglichst sofort abgestellt werden.

Allgemeingültige Brandschutzbestimmungen und Hinweise zum Brandschutz:

• Ordnung und Sauberkeit, Rauchverbot und Abfallbeseitigung

• Freihaltung von Flucht- und Rettungswegen

• Kennzeichnung von Feuerlösch- und Feuermeldeeinrichtungen

• Überprüfung und Wartung der Feuerlöschgeräte

• Einhaltung von Sicherheitsabständen bei der Lagerung von brennbaren Materialien

• Mindestabstand bei Ladestationen von Elektrostaplern

• Überwachung von Feuerschutzabschlüssen


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empfohlen von:
Bayerischer Brauerbund Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks