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Timmy Infos: Wissenswertes für das Zimmerer- und Holzbaugewerbe



Schäden durch fehlerhafte Planung
21.04.2008


Es besteht unter den Handwerkern noch oft die irrige Meinung, dass alle Planungsfehler mitversichert sind, sofern nur ein Teil der Arbeiten am Gebäude dann auch selbst ausgeführt werden.

Grundsätzlich besteht eine Deckung für Schäden an fremden Gewerken durch Planungsfehler nur für den Teil, bei dem auch die Arbeiten selbst erbracht werden.

Arbeiten fremde Firmen, auch Subunternehmer, nach Ihren (fehlerhaften) Plänen und dadurch werden diese Gewerke oder andere Sachen beschädigt bzw. Personen verletzt, ist das durch die Beriebshaftpflicht-Versicherung nicht gedeckt. Natürlich besteht eventuell eine Mithaftung der fremden Firma.

Für die Abdeckung solcher Schäden ist eine Berufs- oder Planungshaftpflicht-Vers. notwendig. Allerdings ist in diesen Policen fast immer ein großer Nachteil verankert, der festlegt, dass wenn sowohl Planung wie auch Ausführung im gleichen oder personell bzw. finanziell verbundenen Unternehmen erfolgt, kein Versicherungsschutz besteht.
Es würde also nicht ausreichen, wenn Sie als Privatperson die Pläne erstellen und Ihre GmbH die Zimmererarbeiten ausführt.

Die IHG Versicherungsmakler GmbH hat deshalb im Rahmenvertrag Betriebshaftpflicht-Vers. für den Bayerischen Zimmerer- und Holzbauverband eine Option zur Betriebshaftpflicht-Vers. erarbeitet, die als Besonderheit die Ausführung durch verbundene Unternehmen einschließt. Dadurch sind die Folgeschäden an fremden Gewerken sowie in beschränktem Umfang sogar die durch den Planungsfehler am eigenen Gewerk entstandenen Schäden versichert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber, dass die Planungshaftpflicht zu dem Zeitpunkt bestanden hat in dem die Planung erstellt wurde. Nicht maßgeblich ist, wann der Bau begonnen wurde oder der Schaden eintrat.

Als Beispiel folgendes: Sie erstellen einen Eingabeplan und übersehen dabei Abstandsflächen. Erst nach der Fertigstellung des Gebäudes wird der Fehler erkannt und ein Rückbau ist notwendig. Der Versicherer müßte dann sowohl für die Kosten des Rückbaus wie auch Neubaus aufkommen. Ohne die Planungsoption wäre Nichts versichert.

Oder ein anderes Beispiel:

Bei der Konstruktion eines Daches geben Sie in den Werkplänen für Ihre Mitarbeiter zu geringe Verankerungen vor. Bei einem Sturm wird das Dach beschädigt. Sowohl Ihre Reparaturkosten wie auch die des Spenglers werden übernommen. Kosten, die Sie oder andere sich erspart haben, die durch eine korrekte Planung und Ausführung aber entstanden wären, werden von der Leistung abgezogen. (Sogenannte Sowiesokosten)

Wir können Ihnen nur empfehlen, genau zu prüfen, ob das Planungsrisiko in Ihren Unternehmen abgesichert werden soll.

Für Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.



empfohlen von:
Bayerischer Brauerbund Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks